Prof. Dr. med. Stefan Gesenhues, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen, zur Notwendigkeit, die Bevölkerung bei der Heranführung an ein gesundes Leben zu unterstützen:
„Meine langjährige Erfahrung als niedergelassener Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin hat mich gelehrt, dass die wirklich umfassende Betreuung Betroffener im Praxisalltag nicht zu realisieren ist.
Die Risikofaktoren für das Auftreten von Folgeerkrankungen sind hinreichend erforscht. Dennoch ist der Hausarzt gezwungen, sich trotz seiner besonderen Kenntnis des Patienten und der frühzeitigen Identifikation dessen individueller Risiken auf beratende Funktionen zu beschränken, da eine Honorierung der Begleitung des Patienten außerhalb der kurativen Medizin im System der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht vorgesehen ist.
Das Angebot an Einzelmaßnahmen aus dem nichtärztlichen Bereich ist breit gefächert und variiert in der Qualität nicht nur von Anbieter zu Anbieter, sondern auch regional. Über die Qualität der Angebote, die genauen Inhalte und die Beteiligten ist der betreuende Hausarzt meistens zu wenig informiert, um seinen Patienten geeignete Empfehlungen geben zu können.
Die kooperative Vernetzung zwischen Anbietern kurativer und präventiver Therapieformen ist hier der entscheidende Schritt in die richtige Richtung: Ärztliche Angebote sollten mit denen der Sportanbieter wie Vereinen, Fitness- Centern, Physiotherapeuten, Ernährungsberatern, ggfs. auch Psychotherapeuten und natürlich den Kostenträgern abgestimmt werden. Die gesundheitspolitische Entwicklung der letzten Jahre geht erfreulicherweise genau in diese Richtung, indem sie die integrierte Versorgung als Vernetzung aller lokalen Spezialgesundheitsdienstleister ein solches Modell einer verbindlichen Kooperation aller Beteiligten mit gemeinsamen Zielen zum Wohle des Patienten implementierte.
Mit medissimo® haben wir ein Konzept entwickelt, das diese Entwicklung konsequent aufnimmt:
Behandlungsangebote werden über Sektorgrenzen hinaus formuliert, mögliche gesundheitsgefährdenden Fehlentwicklungen werden dabei fokussiert und stellen damit für die Kostenträger ein erhebliches Einsparpotential dar. Ärzte und andere Gesundheitsanbieter werden so zu Partnern der Krankenkasse, zu einem Präventions- und Behandlungsteam, das sich zum Wohle des Patienten gemeinsamen Zielen verschreibt.“